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Die belagerte Stadt - Alltag und Gewalt im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748)

door Sven Petersen
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Sven Petersen Die belagerte Stadt - Alltag und Gewalt im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748)
Sven Petersen - Die belagerte Stadt - Alltag und Gewalt im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748)

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Omschrijving

Belagerungen waren eine der zentralen Praktiken der Kriegsführung in der Frühen Neuzeit. Sie betrafen Städte und Festungen, prägten den Alltag in den betroffenen Orten und konfrontierten Soldaten und Einwohner mit militärischer Gewalt. Dennoch wurde das Phänomen in der Forschung bislang vernachlässigt. Anhand von fünf Schauplätzen des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740 - 1748) - Prag, Freiburg im Breisgau, Louisbourg, Bergen op Zoom und Pondicherry - zeigt das Buch nicht nur die Ausprägungen der Belagerungen in Europa, Nordamerika und Indien, sondern auch die Hochphasen eines sich immer weiter global ausdehnenden Krieges im 18. Jahrhundert.

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Schrijver:
Sven Petersen

Productdetails

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Lesebändchen
Uittreksel:
1. Einleitung
1.1. Belagerungen im 18. Jahrhundert
1740: Das »Epochenjahr«
Als Friedrich Wilhelm I., König in Preußen und Kurfürst von Brandenburg am 31. Mai 1740 verstarb, bedeutete dies den Herrscherwechsel in einem der größeren Fürstenhäuser des Alten Reichs. Die Hohenzollerndynastie stellte den brandenburgischen Kurfürsten, war allerdings nur eine von mehreren mittleren Mächten in Europa, ihr Territorium zersplittert und die männliche Thronfolge gesichert. Gesamteuropäische Ambitionen schienen sie nicht zu verfolgen. Dennoch beginnt mit dem Tod Friedrich Wilhelms I. in ein Verkettung von Ereignissen, die Heinz Duchhardt 250 Jahre später von einem »Epochenjahr« sprechen lässt.
Friedrich II. erbte neben dem Thron und der Kurwürde eine überproportionierte und gut ausgebildete Armee von ca. 80.000 Soldaten. Ergänzt wurde der Nachlass um einen Staatsschatz im Umfang von mehreren Millionen Talern. Wenige Monate später ereignete sich in Wien ein weiterer Todesfall. Dieses Mal von gesamteuropäischer Brisanz: Am 20. Oktober verstarb Kaiser Karl VI., der letzte männliche Habsburger. Seine Tochter, Maria Theresia, wurde im Einklang mit der Pragmatischen Sanktion, zur Regentin der Donaumonarchie. Das Jahr endete mit dem Überfall Friedrichs II. auf die habsburgische Provinz Schlesien und markiert mit dem 16. Dezember 1740 den Beginn des Ersten Schlesischen Krieges, der zum Österreichischen Erbfolgekrieg führte und in diesem aufging: 1740 war ein Epochenjahr.
Sowohl die Garnisonen in Schlesien als auch die Wiener Hofburg selbst wurden von Umfang, Ort und Zeitpunkt des preußischen Angriffs unvorbereitet getroffen. Bereits wenige Wochen nach dem Einmarsch waren weite Teile der Provinz unter preußischer Kontrolle. Zudem weckte die Schwäche der Habsburger Begehrlichkeiten in anderen Fürstenhäusern. August III., König von Polen und Kurfürst von Sachsen, sowie Karl Albrecht, Kurfürst von Bayern, erkannten die Pragmatische Sanktion nicht oder nur nominell an. Beide waren mit Töchtern Kaiser Josephs I., des Bruders und Vorgängers Karls VI., verheiratet, erhoben eigene Erbansprüche und wollten ihre dynastische Position im europäischen Mächtesystem ausbauen. Sie begriffen die Herrschaft Maria Theresias als illegitim; ein Argument, das durch die offene Rechtsnachfolge des Kaisers verstärkt wurde. Gleichzeitig hofften weitere Rivalen der Habsburger Vorteile aus der Situation ziehen zu können. Der spanische König Philipp V. strebte nach Territorien in Norditalien und der französische König Ludwig XV. sah im Tod Karls VI. die Möglichkeit zu einer »Deklassierung des alten habsburgischen ›Erbfeindes‹«.
Durch die Macht des Moments getrieben forcierten die Berater Ludwigs XV. ab Frühjahr 1741 den Zusammenschluss zu einem antihabsburgischen Bündnis. Frankreich, Spanien, Kurbayern und Preußen stellten sich mit dem Vertrag von Nymphenburg (28. Mai) gemeinsam gegen Maria Theresia. Wenige Tage darauf, am 5. Juni, ratifizierten Preußen und Frankreich zusätzlich ein Verteidigungsabkommen. August III. trat im September den Mächten des Nymphenburger Vertrags bei, um ebenfalls von der Auseinandersetzung zu profitieren. Mit jedem dieser Schritte dynamisierte sich der Krieg. Das regionale Arrondierungsvorhaben Friedrichs II. entwickelte sich zu einem gesamteuropäischen Konflikt.
Die Interessen der Parteien blieben allerdings individuell, sodass die Allianz von Nymphenburg zwar gegen einen gemeinsamen Gegner, nicht jedoch auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet war. Diesen Umstand nutzten britische Diplomaten. Zur Wahrung des Gleichgewichts der Mächte setzten sich die Briten ab Sommer 1741 zunehmend für Maria Theresia ein und übernahmen die Rolle des Vermittlers mit Friedrich II. In diesem Kontext avancierten die preußische Belagerung und Eroberung der Festung Neisse im Herbst 1741 zu einem Streitthema zwischen den Kriegsparteien.
Das Problem der Wahrnehmung: Neisse 1741
Kämpfe um befestigte Städte, Festungen und feste Orte waren eine der zentralen militärischen Konfrontationsformen in den Kriegen der Frühen Neuzeit. Ihre Ausbreitung folgte den Verkehrswegen des Kontinents, in ihrer Umsetzung entsprachen sie in ihrer zeitlichen und räumlichen Ausdehnung der eingeschränkten Mobilität vormoderner Heere. Mit ihrer Entfaltung bildeten Belagerungen das ständisch-repräsentative Streben nach geordneter Langsamkeit ab. Mit ihrer kontinuierlichen Ausweitung und mehrmonatigen Dauer waren sie bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts komprimierte Abbilder des europäischen Kriegswesens ihrer Zeit.
Auch Friedrich II. griff nach seinem Überfall auf Schlesien gezwungenermaßen auf die Praxis des Belagerungskrieges zurück. In rascher Folge war die Armee des jungen Herrschers mit der Eroberung zahlreicher Festungen und Städte, zunächst in Schlesien, später in Böhmen und Mähren, konfrontiert. In diesem Rahmen konnten Belagerungen neben ihrer militärischen Umsetzung eine politische Komponente entwickeln.
Die am 9. Oktober 1741 als Ergebnis britischer Mediation geschlossene Konvention von Klein-Schnellendorf sah einen Waffenstillstand zwischen Preußen und Österreich vor. Der britische Gesandte im Lager Friedrichs, John Carmichael, 3. Earl of Hyndford, hielt in einem Schreiben an Sir Thomas Robinson, den Unterhändler im österreichischen Lager, fest:
»[Gegen Waffenstillstand und Annexion Schlesiens, S.P.] werden wir nicht weiter gehen. Wir belegen Neisse zum Schein. Der Commandant wird sich ergeben und abziehen. Wir werden in Ruhe die Winter-Quartiere nehmen und sie können ihre Armee hinführen wohin sie wollen. Das Alles muss in zwölf Tagen beendet sein«.
Das Unternehmen wurde den vereinbarten Punkten entsprechend ausgeführt und Neisse am 1. November von den Preußen besetzt, wie Generalmajor von Dewitz in seinem Tagebuch kommentiert. Zur glaubhaften Inszenierung der Belagerung wurden Gräben ausgehoben, Stellungen angelegt und Neisse mehrfach beschossen.
Sollte die Festung publikumswirksam »zum Schein« belagert werden, wie es der britische Gesandte versprach, so scheint im Europa des mittleren 18. Jahrhunderts Konsens darüber geherrscht zu haben, was eine Belagerung ausmachte; eine Vermutung, die bereits einer oberflächlichen Betrachtung nicht standhält. Die Diplomaten und Militärs versuchten jedoch sich einen Umstand zunutze zu machen, der von Zeitgenossen mit Belagerungen assoziiert wurde. Waren die Kämpfe aus der Ferne unsichtbar, so waren sie zumindest hörbar. Die in der Absprache zutage tretende Vorstellung einer Belagerung kann daher als »Black Box« beschrieben werden: eine Handlung, die so etabliert ist, dass sie zum Verständnis nicht länger ausführlich beschrieben werden muss.
Obwohl sich im Rahmen der Verhandlungen um Neisse alle Beteiligten auf strikte Geheimhaltung verpflichteten, erkannten Ludwig XV. und Karl Albrecht in der Umsetzung des preußischen Unterfangens einen Verschleierungsversuch. Die bloße Hörbarkeit des Krieges reichte offensichtlich nicht zur Tarnung aus. Die Causa Neisse wurde nicht als eine Belagerung anerkannt. Die Verbündeten sahen sich getäuscht. Friedrich II. warf seinerseits der Wiener Hofburg Indiskretion vor. Parallel zu ihrer Anklage versuchten die Franzosen den Initiator des Konfliktes für die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten gegen Maria Theresia zu gewinnen.
Auf Grundlage der weiten Verbreitung von Belagerungen und der heterogenen Meinung über ihre Zusammensetzung, die sich am Beispiel von Neisse zeigen, ist zu fragen, was die Zeitgenossen mit Belagerungen assoziierten, woraus sie sich zusammen setzten und wie sie umgesetzt werden mussten? Oder schlicht: Was waren Belagerungen?
Eine der prominentesten Charakterisierungen unternahm Friedrich II. Trotz ihrer Häufigkeit während der Schlesischen Kriege schrieb er rückblickend beinahe verächtlich: »Die Belagerungskunst ist zum Handwerk geworden wie das Tischler- oder Uhrmacherhandwerk. Bestimmte untrügliche Regeln haben sich herausgebildet, nach denen alles stets denselben Gang geht. Die gleiche Theorie wird immer wieder auf den gleichen Fall angewandt«. Er folgt in seiner Perspektive den Abhandlungen prominenter Ingenieuroffiziere, die das Festungswesen in Europa seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in verschiedenen Manieren vereinheitlicht hatten: der Grundstein für die Annahme der Allgemeingültigkeit eines repetitiven Verfahrens der Eroberung.
Andere Autoren beschreiben Belagerungen mit wenigen Worten und deuten sie als umfangreiche Komposition verschiedenster Praktiken. In Johann Heinrich Zedlers Universallexicon heißt es einleitend über den Festungskrieg: »Belagerung wird in der Fortification genennet, wenn eine Festung umringet wird, und der Feind sich bemühet, dieselbe zu erobern«. Wie genau dies vonstattengehen soll bleibt der Autor dem Leser schuldig. Ähnlich wird in Johann Rudolph Fäschs Kriegs-, Artillerie-, Ingenieur- und See-Lexicon argumentiert: »Eine Belagerung ist, wenn ein feindliches Kriegs-Heer vor eine Festung, oder andern befestigten Ort rücket, und mit approchiren, schiessen und andern gewaltsamen Vortheilen alles dasjenige wider sie unternimmt, dadurch es sich derselben bemächtigen zu können meynet«. Die Belagerung war auch nach Auffassung Zedlers und Fäschs ein in der Theorie normativ-repetitives Schema, für dessen Verständnis nur wenige erklärende Zeilen notwendig waren.
Eine inhaltliche Reduktion ist unter dem Aspekt der Schwerpunktsetzung der drei Verfasser problematisch. Sie konzentrieren sich auf den formal technischen Ablauf von Belagerungen. Die Akteure und ihre Handlungen, aus denen sich die Belagerungen erst konstituieren mussten, werden vernachlässigt. Verstärkt wurde diese Sichtweise einer räumlich begrenzten und konzeptionell geordneten Kriegsführung durch die Durchdringung der frühneuzeitlichen Armeen mit Ideen und Gedanken der Aufklärung, die zur Vorstellung einer Einhegung des Krieges, der gezähmten Bellona führte. Ausdruck findet diese Vorstellung im politischen Testament Friedrichs II. von 1768. Der Nachwelt verkündet er: »[D]er friedliche Bürger bleibt in seiner Behausung ruhig und ungestört und merkt gar nicht, daß sein Land Krieg führt, würde er es nicht aus den Kriegsberichten erfahren«. Teils unhinterfragt wird diese Aussage bis heute fortgetragen. »Die Kriege dieser Zeit waren ›Kabinettskriege‹, häufig um Erbansprüche der Fürsten, die die Bürger nur insofern betrafen, als sie die Kosten aufzubringen hatten«, ließ Gerhard Vowinckel seine Leser in den 1980er Jahren wissen. Und noch 2013 wird im Sinne des Zivilisationsprozesses argumentiert, dass nach dem Dreißigjährigen Krieg und den Kriegen Ludwigs XIV. »relativ gemäßigte Kriege dominierten, die Personen in anderen, nicht-politischen Rollen weitgehend unberührt ließen«. Die Kontinuität der unkritischen Wiedergabe weist somit eine jenseits der neuen Militärgeschichte noch immer anzutreffende, verharmlosende Deutung der Kriegsführung im 18. Jahrhundert aus, die es zu historisieren gilt.
Eingeschrieben ist diese Perspektive gleichfalls in die weit verbreitete Vorstellung vom Entscheidungscharakter der Schlacht und die Zweitrangigkeit von Belagerungen. Aus militärtheoretischer Perspektive erhielten sie in Carls von Clausewitz Ausführungen in Vom Kriege einen prominenten Fürsprecher, der bis ins 21. Jahrhundert einen relevanten Einfluss auf die Wahenehmung frühneuzeitlicher Kriege hat. Auf diesen Aussagen gründete sich militärtheoretische und militärhistorische Tradition, die der Wahrnehmung Friedrichs II. ähnelt. Durch die weite Verbreitung und Rezeption Vom Kriege wird die Asymmetrisierung somit weiter fortgeschrieben und Wahrnehmung frühneuzeitlicher Belagerungen bis heute als ein untergeordnetes militärisches Phänomen verstanden.
Auffällig und wenig überraschend folgen die Aussagen derjenigen, die unmittelbar an einer Belagerung beteiligt waren, nicht den eine technische Wiederholbarkeit propagierenden Darstellungen. Diese Diskrepanz gilt es zu analysieren. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich die Fragilität des Verständnisses vom unzerrüttbaren, gleichförmigen Maschinencharakter der Belagerungen. Publizierte Belagerungsberichte geben einen Hinweis. Sie verstehen sich als eine Chronik der Kämpfe und als Ratgeberliteratur zugleich.
Ein Augenzeuge der österreichischen Belagerung und anschließenden Blockade Prags bekennt in seinem Abriss über die Geschehnisse in der böhmischen Residenzstadt zwischen Juli und Dezember 1742 ebenso werbewirksam wie freimütig:
»Tage Bücher von Belagerungen, Eroberungen und Vertheidigungen großer und haltbarer Städte oder Festungen haben ohnstrittig […] ihren großen Nutzen. Nicht nur Kriegs-Leute und insonderheit derselben Befehlshabere, sondern auch Bürger und Einwohnere sothaner Plätze selbst können viele Reguln der Klugheit aus solchen Büchern ziehen«.
Zweierlei lässt sich somit bereits bei einer ersten Betrachtung festhalten. Nichtmilitärs waren sehr wohl in kriegerische Handlungen einbezogen. Des Weiteren wird die mechanische Wiederholbarkeit hinterfragbar. Würde es sich bei den Kämpfen um Städte und Festungen um eine bloße Nachahmung handeln, wäre der angeführte »große[.] Nutzen« des Diariums fraglich.
Auf einen weiteren Umstand, der die Zeitgenossen berührte, weisen andere Berichte hin. Ein namentlich unbekannter Brite hält es für geboten, seinem Publikum seine Motivation zur teilnahme an der Belagerung von Bergen op Zoom mitzuteilen. Er schreibt: »I was […] curious to know what it was to be besieged«. Das Nichtwissen um die inneren Abläufe einer Belagerung stellt den zentralen Aspekt der Aussage des in anderen militärischen Bereichen nach eigener Aussage kundigen Freiwilligen dar. Was genau sich hinter dem Phänomen Belagerung verbarg, war offenbar nicht einmal Offizieren bewusst.
Jacob Adrian Folkers, ein protestantischer Geistlicher aus dem niederländischen Bergen op Zoom, sticht durch eine ähnliche Perspektive hervor, setzt allerdings mit seinem Fokus auf Gewalt einen anderen Schwerpunkt. Von seinen eigenen Erfahrungen gezeichnet stellt er fest: »Kein Mensch kann sich eine Vorstellung davon machen, wie es in einer belagerten Stadt vorgeht«. Seine Aussage weist auf zeitgenössische Diskurse der Unsagbarkeit im Angesicht exzeptioneller Gewalt hin. Ein Hinweis auf die Erklärungsbedürftigkeit außergewöhnlicher Vorfälle, die gewohnte Wahrnehmungsmuster durchkreuzen und nicht in bestehende Kategorien eingeordnet werden konnten.
Stehen die Aussagen der Protagonisten somit im Widerspruch zur Handwerksthese Friedrichs? Wenn ein Geistlicher, ein Offizier und ein Bürger als Zeugen berichten, scheint die Zusammensetzung der Beteiligten und ihrer Handlungsoptionen zumindest komplex gewesen zu sein. Es ist notwendig, die Einordnung von Belagerungen als klar geregeltes Phänomen zu hinterfragen. Um die unterschiedlichen Erfahrungen miteinander in Einklang zu bringen und ihre Abweichungen voneinander zu untersuchen, muss die »Black Box« Belagerung geöffnet werden.
Was waren Belagerungen?
Belagerungen dominierten die Feldzüge des Pfälzischen Erbfolgekrieges (1688–1697), des Spanischen Erbfolgekrieges (1703–1714) und ebenso die Kampagnen des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740–1748). Als Phänomen prägten sie die Kriegsführung dieser Phase der Frühen Neuzeit. Über Art und Charakter von Belagerungen wurden einerseits seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert zahlreiche anwendungsorientierte und theoretische Schriften verfasst. Andererseits herrschte seitens der Zeitgenossen keine einheitliche Vorstellung über die Vorgänge, Erfahrungen und Akteure, die in einer Belagerung zusammenspielten oder aus ihr hervorgehen konnten. Gewalt wurde als notwendiges, legitimes Mittel anerkannt; die Art und der Umfang wurden von beteiligten Akteuren jedoch immer wieder hinterfragt.
Mediatype:
Buch gebunden
Uitgever van videogames:
Campus
Biografie:
Sven Petersen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Göttingen.
Taal:
Deutsch
Aantal pagina’s:
488
Samenvatting:
Belagerungen waren eine der zentralen Praktiken der Kriegsführung in der Frühen Neuzeit. Sie betrafen Städte und Festungen, prägten den Alltag in den betroffenen Orten und konfrontierten Soldaten und Einwohner mit militärischer Gewalt. Dennoch wurde das Phänomen in der Forschung bislang vernachlässigt. Anhand von fünf Schauplätzen des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740 - 1748) - Prag, Freiburg im Breisgau, Louisbourg, Bergen op Zoom und Pondicherry - zeigt das Buch nicht nur die Ausprägungen der Belagerungen in Europa, Nordamerika und Indien, sondern auch die Hochphasen eines sich immer weiter global ausdehnenden Krieges im 18. Jahrhundert.

Basisgegevens

Product Type:
Hardback book
Afmetingen pakket:
0.22 x 0.15 x 0.034 m; 0.7 kg
GTIN:
09783593510378
DUIN:
1HD34BH5KN5
MPN:
34794905
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